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BILDUNG UND NACHHALTIGKEIT – disziplinäre, interdisziplinäre und transdisziplinäre Perspektiven

Nachhaltigkeit ist schon seit längerem eine wichtige gesellschaftliche Leitperspektive. Themen wie Klimawandel, ein ressourcenschonendes Verbraucherverhalten, eine sozialverträglichere Produktion von Gütern oder die Förderung von Integration und Teilhabe sind nur einige Beispiele, die hier diskutiert werden. Im Fokus steht, gesellschaftliche Entwicklung so zu gestalten, dass den Bedürfnissen der heutigen Generation entsprochen wird, ohne künftigen Generationen die Chance auf ein gutes, nach eigenen Bedürfnissen gestaltbares Leben zu nehmen.

Diese Leitperspektive hat spätestens seit Veröffentlichung der Sustainable Development Goals im Jahr 2015 weiter an Relevanz gewonnen. Mit der Agenda 2030 wurde ein Entwicklungsprogramm für unsere Gesellschaft vorgelegt, welches im Sinne einer ‚großen Transformation‘ unserer Welt weitreichende Veränderungen in verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft fokussiert – angefangen bei Produktions- und Konsummustern über rechtliche und organisationsbezogene Neuorientierungen bis hin zur Ermöglichung neuer global-gesellschaftlicher Anschlussperspektiven.

Hinsichtlich der Frage, wie sich solche gesellschaftliche Transformationen realisieren lassen, wird Bildung eine zentrale Bedeutung zugeschrieben. Für Industrienationen wird hierbei über die Vermittlung nachhaltigkeitsbezogener Themen hinaus darauf abgezielt, zu einer global-orientierten, verantwortlichen Teilhabe zu erziehen und Menschen zu befähigen, einen eigenen Beitrag zu nachhaltiger und sozial-gerechter Entwicklung zu leisten. Für Länder des globalen Südens geht es verstärkt um den Zugang zu qualitativ hochwertiger Grundbildung. In beiden Fällen wird individuelles Lernen und gesellschaftliche Entwicklung eng miteinander in Beziehung gesetzt und auf partizipativ gestaltete Transformationsprozesse fokussiert.

Doch was macht nachhaltige Entwicklung tatsächlich aus? In welcher Beziehung stehen Bildung und Nachhaltigkeit? Welche Beiträge kann Bildung zu sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit leisten? Wie können Bildungsprozesse zur verantwortlichen Teilhabe befähigen? Und was kann von den verschiedenen bildungswissenschaftlichen, sozialwissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Ansätzen und Methoden für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit erwartet werden? Was kann von fachdidaktischer Forschung zum Thema Nachhaltigkeit beigetragen werden?

Im Rahmen des diesjährigen Zukunftsforums Bildungsforschung soll die Möglichkeit geboten werden, Arbeiten zu diesen und verwandten Fragestellungen zu präsentieren und sich disziplinär, interdisziplinär und transdisziplinär auszutauschen.

Angesprochen sind speziell Doktorand/innen, Postdoktorand/innen und Fachgruppen (bestehend aus Hochschullehrer/innen, akademischen Mitarbeiter/innen und Nachwuchswissenschaftler/innen) aus unterschiedlichen Bereichen wie Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Naturwissenschaften, Gesundheits- und Sportwissenschaften, Psychologie, Sozialwissenschaften, sowie den verschiedenen Fachdidaktiken.

Download Call for Papers

Den Call for Papers zum 6. Zukunftsforum Bildungsforschung finden Sie hier zum Download.

Die Einreichphase zum Zukunftsforum Bildungsforschung ist abgelschlossen. Interessierte Zuhörer/innen sind herzlich eingeladen, sich ab 9. September 2019 zur Tagung anzumelden