Über die Graduiertenakademie

Die Graduiertenakademie ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs, deren zentrales Ziel die Nachwuchsförderung in den Bildungswissenschaften ist. Zu diesem Zweck stellt sie ein hochschulübergreifendes Qualifizierungsprogramm bereit, das der interdisziplinären wissenschaftlichen Weiterqualifizierung und Vernetzung dient. Auf diese Weise werden Nachwuchswissenschaftler:innen auf die komplexen Herausforderungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet.

Sommerakademie 2022

Sie Sommerakademie 2022 fand von 22.-23. Juli 2022 an der PH Schwäbisch Gmünd statt. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause freuen uns sehr, dass wir Sie wieder in Präsenz begrüßen durften. Neben dem inhaltlichen Workshopprogramm hat die Veranstaltung nach langer Zeit im virtuellen Raum speziell für die Vernetzung mit Kolleg:innen von anderen Hochschulen eine gute Gelegenheit geboten.

Das Programm der Sommerakademie sowie weitere Informationen zur Nachlese der Veranstaltung finden Sie hier.

Auftaktveranstaltung von m.powerment

Neues PH-übergreifendes Mentoringprogramm für Postdocs, Juniorprofessor:innen und Tenure-Track-Professor:innen startet mit Auftaktveranstaltung in Schwäbisch Gmünd

Ziel von m.powerment, so der Name des neu etablierten Mentoringprogramms, ist die gezielte Förderung von akademischen Karrieren von PH-Wissenschaftler:innen nach der Promotion.

Potentiale entfalten – Karrierewege erkennen – Entwicklung vorantreiben

Mit dem neu geschaffenen Mentoringprogramm m.powerment unterstützen die Pädagogischen Hochschulen promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, ihre Potenziale zu reflektieren, verschiedene Karrierewege und -chancen zu erkennen und so ihre individuelle berufliche sowie auch persönliche Entwicklung fokussiert voranzutreiben.

Das Mentoringprogramm bietet eine Plattform, um karriererelevante Netzwerke hochschul- und institutionenübergreifend auszubauen. Der Fokus wird dabei auf die Entwicklung vertrauensvoller, offener und zielorientierter Mentoringbeziehungen in den Peer-Gruppen sowie in den Mentoringtandems zwischen Mentees und Mentor:innen gelegt.

m.powerment im Überblick

Das Programm von m.powerment ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren ausgelegt  und kombiniert mehrere miteinander verzahnte Bausteine. 

Kernelement des Programms ist der Baustein m.tandems – das One-to-One-Mentoring. Den Teilnehmenden steht jeweils ein:e erfahrene:r Professor:in als Mentor:in für die Dauer der Programmteilnahme zur Seite. Die Tandems folgen sowohl dem Prinzip des Cross-Mentorings zwischen den PH-Standorten als auch dem Prinzip des institutionenübergreifenden Austausches mit anderen Universitäten.

Ein weiterer zentraler Baustein liegt mit m.peer auf dem Aufbau eines Netzwerkes der Mentees untereinander. Über die Arbeit in Peer-Mentoring-Teams entsteht ein langfristig unterstützendes interdisziplinäres Peer-Netzwerk.

Neben dem Mentoring bietet das Programm den Mentees mit dem Baustein m.pulse Veranstaltungen zu karriererelevanten Schlüsselqualifikationen aus den Bereichen „Führung und Selbstführung in der Wissenschaft“, „Unterstützung bei Drittmittel-Einwerbung“ oder „Wissenschaftskommunikation“.

Die Programmrunden starten und enden jährlich im Juli mit m.point, einer gemeinsamen Veranstaltung aller Programmteilnehmenden. In diesem Rahmen werden neue teilnehmende Mentees und Mentor:innen begrüßt und im aktiven Austausch mit jenen, die bereits länger im Programm aktiv sind, in Rollen, Erwartungen und Gestaltung des Mentoringprozesses eingeführt.

2022 – Der erste Durchgang als Pilotphase

Im Jahr 2022 startet m.powerment als Pilotprojekt, das zunächst von den Pädagogischen Hochschulen Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Karlsruhe gemeinsam mit der Graduiertenakademie realisiert wird. In ersten Jahr nehmen 16 Mentees in unterschiedlichen Karrierephasen nach der Promotion am Programm teil – von frisch Promovierten über akademische Räte hin zu Junior- und Tenure-Track-Profressor:innen. Die Resonanz der PH-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf das Programm ist erfreulich groß.

Die Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung zu m.powerment fand am 21. Juli 2022 an der PH Schwäbisch Gmünd statt. In diesem Rahmen fand unter anderem ein moderiertes Gespräch mit ehemaligen Mentor:innen und Mentees vergleichbarer Förderprogramme statt. Nach einer moderierten Kennenlernrunde der Mentees mit anschließender Vernetzungspause wurde in einem Kurzworkshop in die Methoden des Peer-Mentoring eingeführt. Mit einem Ausblick auf das Jahresprogramm und einem gemeinsamen Abendessen endete die Auftaktveranstaltung der ersten Runde des Mentoringprogramms m.powerment.

Das Jahresprogramm

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung startet nun die Arbeit in den Mentoring-Tandems und den Peer-Netzwerken der Mentees. Der Fokus für die ersten Monate liegt auf der Ermöglichung eines vertieften Austausches und der individuellen und gemeinsamen Auseinandersetzung der Forschenden mit den kommenden Karriereherausforderungen. Mit einem Workshop zu Führungskompetenzen im Spätherbst werden auch im Begleitprogramm erste Akzente gesetzt.  Im kommenden Jahr wird im Rahmen der Winterakademie der Graduiertenakademie die gemeinsame Netzwerkarbeit mit einem Kurzworkshop zum Thema „Aufbau und Pflege von Netzwerken“ fortgesetzt, bevor im Juli 2023 auf einem weiteren Netzwerktreffen eine erste Zwischenbilanz über das erste Programmjahr gezogen wird.

Hintergrund

Mentoring ist im Kontext der wissenschaftlichen Personalentwicklung ein Format, das sich als besonders wirksam für die gezielte Karriereentwicklung erwiesen hat. Im Mentoringprozess werden Mentees bei der Entwicklung ihrer wissenschaftlichen Karrieren von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beraten und begleitet. Neben der Möglichkeit zu Reflexion und Vernetzung erweist sich vor allem der erleichterte Zugang zu informellem Wissen über Strukturen und Prozesse des Wissenschaftsbetriebs als wesentlicher Gelingensfaktor.