Graduiertenakademie

Jahresprogramm: Ausblick

Die Graduiertenakademie organisiert verschiedene jährliche Veranstaltungsformate zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung und zur Vernetzung. Im Rahmen der Winter- und Sommerakademien werden regelmäßig Workshops zu Forschungsmethoden sowie zu Personal- und Sozialkompetenzen angeboten.

Das Zukunftsforum Bildungsforschung bietet jungen und etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von inner- und außerhalb der Pädagogischen Hochschulen die Möglichkeit, ihre (bildungswissenschaftlichen) Qualifikations- und Forschungsarbeiten zu präsentieren und mit Kolleginnen und Kollegen in einen interdisziplinären Austausch zu kommen. 2019 findet das Zukunftsforum von 29. bis 30. November an der PH Weingarten zum Rahmenthema "Bildung und Nachhaltigkeit" statt.

Ab 9. September 2019 sind Anmeldungen zur Tagung unter Veranstaltungen-Zukunftsforum-Bildungsforschung möglich.

Jahresprogramm: Rückblick

Sommerakademie 2019: Rund 50 Promovierende und Postdocs nutzten Workshop-Angebot in Karlsruhe

Die Sommerakademie der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg fand dieses Jahr an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe statt. Rund 50 Promovierende und Postdocs nutzten das speziell auf Bildungsforschung ausgerichtete Workshop-Angebot, um sich weiter zu qualifizieren. Darunter auch Teilnehmende aus anderen Bundesländern und dem benachbarten Ausland.

Die sechs Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs sind wichtige Standorte der Schul- und Bildungsforschung. Um den akademischen Nachwuchs zu fördern, bietet ihre gemeinsame Graduiertenakademie ein hochschulübergreifendes Qualifizierungsprogramm an. Dazu zählt auch die jährlich stattfindende Sommerakademie. Gastgeber der achten Auflage am 12. und 13. Juli war die Pädagogische Hochschule Karlsruhe, die Sitz der Geschäftsstelle der Graduiertenakademie ist. Rund 50 Promovierende und Postdocs nutzten das zweitägige Workshop-Angebot. 

„Wir freuen uns, dass die Sommerakademie mit Teilnehmenden aus Baden-Württemberg, anderen Bundesländern und dem angrenzenden Ausland wieder gut besucht und spannend zusammengesetzt war“, zog Prof. Dr. Annette Worth, Leiterin der Graduiertenakademie, eine positive Bilanz des Qualifizierungsangebots. „Die aktive Aneignung von umfassenden forschungsmethodischen Kenntnissen ist und bleibt für eine erfolgreiche Promotion und darüber hinaus zentral“, so die Prorektorin für Forschung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Interventionsforschung und Videographie
Auf dem Programm der Sommerakademie standen Workshops zu Bildungswissenschaftlicher Interventionsforschung, zu Möglichkeiten der Visualisierung statistischer Daten oder zur Item-Response-Theorie, die für die Bildungswissenschaften im Bereich der Kompetenzmodellierung sowie für Verfahren der Skalierung zentral ist. Qualitativ arbeitende Bildungs- und Unterrichtsforschende setzen häufig Videographie ein, etwa für Unterrichtssituationen. Auch zu diesem Thema fand ein Workshop statt, ebenso zum Thema Slidewriting. Hier wurde vermittelt, wie sich Forschungsergebnisse komprimiert auf Folien darstellen lassen. Und in ihrem Evening Seminar warf die Sommerakademie einen Blick auf Fragen guter wissenschaftlicher Praxis - aus einer dezidiert juristischen Perspektive.

Eine ganze Reihe strukturierter Promotionsprogramme
„Als die Sommerakademie 2012 das erste Mal ausgerichtet wurde, waren die Pädagogischen Hochschulen in der Nachwuchsförderung noch ganz anders aufgestellt als sie es heute sind“, berichtet Prof. Worth. Im Rückblick habe sich viel getan. „Mittlerweile gibt es an den Pädagogischen Hochschulen eine ganze Reihe strukturierter Promotionsprogramme. Und mit den zahlreichen erfolgreichen Projektanträgen im Rahmen der zweiten Runde der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren anhalten“, so die Leiterin der Graduiertenakademie.

Parallel dazu sei an allen Standorten Pädagogischer Hochschulen in Baden-Württemberg ein beachtliches Angebot an lokalen Unterstützungsangeboten aufgebaut worden. Dies ermögliche Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen mittlerweile an allen Standorten regelmäßig Workshops mit Experten und Expertinnen besuchen zu können. Die standortübergreifenden Angebote der Graduiertenakademie bieten vor diesem Hintergrund einen fixen Dreh- und Angelpunkt im akademischen Jahr der Pädagogischen Hochschulen. „Ihre anhaltend große Bedeutung liegt nicht zuletzt darin, dass sie Räume für hochschulübergreifenden Austausch und Vernetzung schaffen“, betont Prof. Worth.

Winterakademie 2019: Viertägiges Qualifizierungsangebot der Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen stieß bei Promotionsinteressierten, Promovierenden und Post-Docs auf großes Interesse

Entscheidungshilfe für Promotionsinteressierte, eine Feldforschungswerkstatt und effektive Publikationsstrategien – diese und sechs weitere Workshops standen auf dem Programm der Winterakademie 2019, zu der vorige Woche 75 Promotionsinteressierte, Promovierende und Post-Docs in Bad Herrenalb zusammenkamen. Veranstalter des viertägigen Qualifizierungsangebots zu Forschungsmethoden und Schlüsselqualifikationen für eine wissenschaftliche Karriere war die Graduiertenakademie der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs. Die gute Resonanz auf die zwölfte Auflage der hochschulübergreifenden Winterakademie bestätigt das Konzept des Formats, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Klausuratmosphäre nicht nur hochwertigen Input für alle Phasen des Promotionsprozesses und für die spätere Forschungsarbeit bietet, sondern auch vielfältige Möglichkeiten zu Austausch und Vernetzung.

„Zu erkennen, dass man in seinem Prozess der Auseinandersetzung nicht alleine dasteht, ist sowohl für Studierende als auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Übergang in eine neue Phase der akademischen Laufbahn ganz besonders wichtig“, sagt Prof. Dr. Annette Worth, Leiterin der Graduiertenakademie und Prorektorin für Forschung und Nachwuchsförderung der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Und eine Teilnehmerin des Workshops „Doktorhut steht mir gut?“ bilanziert: „Für mich war das vor allem eine Standortbestimmung. Es war sehr inspirierend und bereichernd, in Interaktion mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die eigene Position finden zu können.“ Sie ist im letzten Semester ihres Masterstudiums und interessiert sich für eine Promotion an einer Pädagogischen Hochschule. Die Pädagogischen Hochschulen verfügen über Promotions- sowie Habilitationsrecht.

Zum Programm der Winterakademie 2019
Der Bogen reichte von der Vorphase einer Promotion über die Phase der Entscheidung bis hin zu Planung und Konzeption eines Forschungsprojekts sowie zu forschungsmethodischen Fragestellungen der Datenerhebung und Datenanalyse. Außerdem zur Wahl standen Workshops zur Publikation der eigenen Forschungsergebnisse sowie ein Disputationstraining, das Promovierende bei der Vorbereitung auf die mündliche Doktorprüfung unterstützt. Das komplette Programm der Winterakademie finden Sie im Archiv der Veranstaltung.

Über die Graduiertenakademie

Die Graduiertenakademie ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württembergs, deren zentrales Ziel die Nachwuchsförderung in der Bildungsforschung ist. Zu diesem Zweck stellt sie ein hochschulübergreifendes Qualifizierungsprogramm bereit, das der interdisziplinären wissenschaftlichen Weiterqualifizierung und Vernetzung dient. Auf diese Weise werden NachwuchswissenschaftlerInnen auf die komplexen Herausforderungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vorbereitet.